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Gender in der Lehre

Projekt GeniaL -
Gender in der akademischen Lehre an Thüringer Hochschulen

Seit April 2010 ist die Fachhochschule Nordhausen am Verbundprojekt GeniaL - Gender in der akademischen Lehre an Thüringer Hochschulen beteiligt. Das Projekt untersucht die aktuelle Situation der Verankerung von Gender-Aspekten in der Lehre an der jeweiligen Hochschule und geht der Frage nach, ob und inwieweit Studentinnen und Studenten mit den bisherigen Lehr- und Lernmethoden gleichermaßen erreicht und angesprochen werden.
Ziel des Projektes ist es, sowohl standortübergreifend die Hochschullehre geschlechtersensibel zu gestalten als auch hochschulspezifisch die Gender-Thematik verstärkt zu integrieren. Dafür werden die institutionellen Rahmenbedingungen wissenschaftlich untersucht (z.B. mittels hochschulübergreifender Studierendenbefragung) sowie praxistaugliche und innovative Gender-Maßnahmen entwickelt, umgesetzt und evaluiert (z.B. durch didaktische Begleitung von Lehrveranstaltungen, Weiterbildung für Lehrende, Gender-Module für Studierende).

Das Projekt reiht sich damit in die verschiedenen Maßnahmen der Thüringer Hochschulen ein, in der akademischen Lehre und Forschung hohen Qualitätsansprüchen zu genügen. Ebenso leistet das Projekt GeniaL einen Beitrag zum Gender-Mainstreaming-Prozess, der darauf abzielt, die unterschiedlichen Lebenssituationen und -perspektiven beider Geschlechter zu berücksichtigen sowie Frauen und Männern einen gleichberechtigten Zugang zu Bildungsinhalten und Forschungstätigkeiten an Thüringer Hochschulen zu ermöglichen.

Projektlaufzeit: Juli 2009 – Dezember 2012; gefördert vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Genauere Informationen zum Projekt GeniaL finden Sie hier:

http://www.genial-in-thueringen.de/

Diversity Management an der FH Nordhausen

Diversityverständnis der Hochschule

Der Umgang mit Heterogenität, Vielfalt und Differenz stellt eine zentrale Herausforderung für die Fachhochschule Nordhausen dar. Die sozialen Pluralisierungs- und Differenzierungsprozesse der so genannten zweiten Moderne führen zu einer lebensweltlichen Heterogenität, die sich in einer Vielzahl von Sichtweisen, Lebensstilen und Erfahrungen abbildet. Hinzu kommen soziale Heterogenitätsdimensionen, die sich vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Lebenslagen und persönlichen Ressourcen abbilden. Die Hochschule ist zunehmend gefordert, mit darauf basierenden Ambivalenzen, Widersprüchen und Konflikten umzugehen. Es besteht die Herausforderung, mit unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen zu arbeiten, mit Unterschieden (Biografien, Ungleichheit, Diskriminierung) und differenten Perspektiven (Gender, Interkulturalität, Alter) der Beschäftigten und Studierenden konstruktiv umzugehen und die Ressourcen von Vielfalt und Differenz für eine produktive Weiterentwicklung der Hochschule zu nutzen.

Diese Heterogenität findet sich in und zwischen allen Personengruppen, die an der Hochschule agieren. Diversity Management bezieht sich somit sowohl auf den Bereich des Personalmanagements im Sinne einer effektiven Nutzung der Potentiale einer vielfältigen Mitarbeiterschaft als auch auf Strategien und Maßnahmen des produktiven Umgangs mit einer heterogenen Studierendenschaft.

Diversity Arbeitskreis

Vor diesem Hintergrund wurde im Juni 2010 an der FH Nordhausen ein Diversity Arbeitskreis ins Leben gerufen, der sich aus Mitgliedern aller Hochschulbereiche zusammensetzt. Vertreten sind die Hochschulleitung, die Gleichstellungsbeauftragte, die Behindertenbeauftragte, die beiden Fachbereiche der Hochschule, Studierende, das Referat für Internationales und das Studienkolleg.

Der Diversity Arbeitskreis beschäftigt sich intensiv mit den Themen "Diversität" und "Diversity Management" an der Hochschule (insbesondere in den Dimensionen Geschlecht, Interkulturalität und soziale Ungleichheit), unterstützt den weiteren Ausbau bestehender Aktivitäten und Maßnahmen (familienfreundliche Hochschule, interkulturelles Lernen, Gender Mainstreaming) und versucht neue Projekte zu initiieren und umzusetzen. Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei der produktive Umgang mit einer heterogenen Studierenden- und Mitarbeiterschaft, der sowohl die gezielte Wertschätzung als auch die weitere Förderung von Diversität an der Hochschule und darüber hinaus beinhaltet. Dies schließt auch die Konzeptentwicklung für eine diversityorientierte Ausrichtung der Hochschule hinsichtlich Leitbild, Alleinstellungsmerkmale, Personalentwicklung usw. ein.

Zu den Arbeitsschwerpunkten im Einzelnen zählen derzeit:

  • Erforschung relevanter Diversitätsdimensionen an der Hochschule und damit verbunden Aufdecken evtl. Diskriminierungsstrukturen
  • Etablierung einer diversityorientierten Personalpolitik
  • Ausbau der Möglichkeiten zur familiengerechten Gestaltung des Studiums, der wissenschaftlichen Karriere und der administrativen Arbeit
  • Sensibilisierung für Diversityfragen auf Ebene der Fachbereiche
  • Integration der Diversity-Thematik in Forschung und Lehre
  • Aufbau eines Diversitymonitorings mit Datenerhebungen
  • Konzeption spezieller Angebote für einzelne Zielgruppen des Diversity Managements
  • Verbesserung der Zugangschancen und Studienbedingungen für spezielle Studierendengruppen
  • Förderung des interkulturellen Lernens und der Integration
  • Entwicklung von Lehr- und Weiterbildungsangeboten
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